Ich versehe diesen Artikel gleich mal mit einer roemischen Eins, da ich davon ausgehe bzw sehr hoffe, dass das nicht das letzte mal sein wird, dass ich von meinen Begegnungen hier unterwegs berichte.
Etwa dreieinhalb Wochen bin ich jetzt schon unterwegs, und ganz wie ich es mir vor meiner Abreise vorgestellt hatte, hab ich in dieser Zeit schon viele Menschen kennengelernt oder doch wenigstens Kontakt mit ihnen gehabt. Von einigen dieser Begegnungen moechte ich hier gerne ein wenig erzaehlen.
Natee
Ich weiss nicht, ob man ihren Namen wirklich so schreibt, aber in Ermangelung eines eindeutigen Transkriptions-Regelwerks aus der thailaendischen in die lateinische Schrift behaupte ich einfach mal, dass man ihn so schreiben koennte. Natee ist eine junge Thailaenderin, ich schaetze mal so Anfang Zwanzig (ist ja immer etwas schwierig bei Asiaten…). Sie hat mich recht unvermittelt angesprochen, als ich an meinem zweiten Bangkok-Tag auf einer Parkbank am Sanam Luang sass, einem Platz im historischen Zentrum Bangkoks. Das war mein erster “Einheimischen-Kontakt” ausser “Hallo. Danke. Tschuess!” bisher und gleich ein sehr seltsamer.
Seltsam insofern, als sie (Thai) zu mir (Auslaender) kam, und mich fragte (in radebrechendem Englisch, wie die meisten Thais es “beherrschen”), ob ich denn wisse, wo die Khao San Road sei und wie man da von hier aus hinkaeme. OK Punkt 1: Jeder, aber auch wirklich jeder in Bangkok, Einheimischer wie Touri, kennt die Khao San Road und weiss, wo sie ist. Und Punkt 2: Wie kommt sie auf die Idee, ausgerechnet einen Touri auf Englisch zu fragen, wo sie doch einfach einen der sich zahlreich im naeheren Umfeld tummelnden Einhemischen in ihrer Muttersprache haette fragen koennen? Und Punkt 3: Die Khao San Road ist vom Sanam Luang etwa fuenfhundert Meter entfernt. Das waren so die ersten drei Sachen, die mir durch den Kopf schossen, als sie herkam. Aber nett wie ich bin, hab ich ihr gesagt was ich wusste (“Fuenfhundert Meter da lang”) und ihr das Ganze sogar mittels des Lonely Planet-Stadtplans visualisiert.
Daraufhin wurde die Sache aber erst richtig seltsam! Denn sie bedankt sich hoeflichst - und setzt sich neben mich auf die Bank! OK, dachte ich mir, macht wohl ein Paeuschen. War auch ganz schoen heiss an dem Tag. Aber auf einmal fanegt sie an, sich mit mir zu unterhalten!? Zunaechst einmal die Klassiker “Where you from?”, “Ah germany, I have friend there!” und so weiter. Dann hat sie sich vorgestellt, daher kenne ich auch ihren Namen, und mich nach dem Einholen meines Namens zu ihrem Freund erklaert: “You ni[ce], you my friend!”. Schoen, war ich also ihr Freund. Im Prinzip waere die Sache ja unter Umstaenden sogar ganz lustig und nett geworden, haette ich nicht dieses komische Gefuehl gehabt, dass da irgendwas nicht stimmt, und sie sich nicht einfach so mit Fremden unterhaelt - Thais sind eigentlich eher zurueckhaltend in der Oeffentlichkeit, speziell Fremden gegenueber. Untermauert wurde dieses flaue Gefuehl durch die Beobachtung, dass sie extrem “unauffaellig” irgendwelchen Leuten in der Umgebung Handzeichen und dergleichen gegeben hat. Da war ich dann endgueltig alarmiert, dass hier was faul war, dachte mir aber, das interessiert mich jetzt. So hab ich eine Weile lang versucht, festzustellen, mit wem sie da kommuniziert, waehrend wir uns weiter unterhalten haben. Ist mir aber leider nicht gelungen, offensichtlich waren die anderen Kommunikationspartner geschickter im unauffaelligen Signalisieren. Egal, als sie dann letztlich vorgeschlagen hat, ob ich ihr denn nicht zeigen wolle, wo die Khao San Road sei, und sie begleiten wolle, weil sie sich eh mit ein paar Freunden dort in einem Café treffen wolle, war fuer mich endgueltig Schluss und ich hab zugesehen, dass ich aus der Nummer wieder rauskam. So hab ich dankend abgelehnt, ihr den Weg nochmal auf der Karte gezeigt, meine Siebensachen zusammengepackt und bin langsam davongeschlendert. Natuerlich nicht, ohne mich vorher noch hoeflicht von ihr zu verabschieden!
Ich bin mir nicht sicher, worauf das Ganze hinausgelaufen waere, denke aber, dass sie eine “spicy lady” war (das ist der Thai-Ausdruck fuer Prostituierte), die mich in ihren Laden schleppen wollte. Und die “Zuschauer” waren vermutlich ihre Zuhaelter. Da sie extrem unsicher war, und ich nicht glaube, dass die Zuhaelter ihre Maedels bei jedem Aufriss beobachten, koennte ich mir desweiteren denken, dass sie noch recht neu im Geschaeft war, und quasi “angelernt” wurde. Ich weiss natuerlich nicht, wieviel von dem, was sie mir erzeahlt hat, wirklich gestimmt hat, aber die Geschichte, dass sie aus einem Dorf im Nordosten Thailands kommt glaube ich ihr sogar. Dass sie in Bangkok studiert koennte auch stimmen, es gibt viele Student(inn)en hier, die sich so das Studium finanzieren, und ihr doch verhaeltnismaessig gutes Englisch (fuer thailaendische Massstaebe) spricht dafuer.
Andy
Andy ist ein Fotograf aus Kalifornien, der jetzt in Denver, CO arbeitet. Auf seiner Visitenkarte steht “Visual Storyteller”, und genau so ist er auch drauf. Getroffen haben wir uns in Bangkok am Golden Mount, wo wir ueber’s Fotografieren ins Gespraech gekommen sind. Interessanterweise wurden wir beide dann zusammen mit drei anderen Touris (ein Neuseelaender und ein deutsches Paerchen) auf dem Golden Mount eingeperrt. So sassen wir da also eine gute halbe bis eher dreiviertel Stunde fest. Angenehmer Nebeneffekt: Wir haben als vermutlich einzige Touris den Sonnenuntergang ueber Bangkok vom Golden Mount aus gesehen - ausser die sperren da oefter Leute ein… War wirklich ein beeindruckendes Schauspiel, echt was besonderes. Naja, und zwischendurch sind wir weiter ins Gespraech gekommen, und so kam’s, dass wir nach erfolgter Befreiung gemeinsam weitergezogen sind. Und aus dem Gespraech und der gemeinschaftlichen Knipserei konnte ich aus fotografischer Sicht echt einiges mitnehmen! Wir sind dann noch durch’s naechtliche Chinatown gezogen, haben lecker chinesisch gegessen, und wollten dann eigentlich noch des naechtens mit dem River-Express fahren, um zu sehen, wie sich Bangkok im Dunklen vom Fluss aus praesentiert.
So kam ich auch zu meiner ersten tuk-tuk-Fahrt, alleine hatte ich mich bisher mangels meines Verhandlungstalents und aus vermutlich nicht ganz unbegruendeter Sorge, ueber’s Ohr gehauen zu werden, noch nicht so recht getraut… Und es war dann auch durchaus abenteuerlich: Wir haben dem Fahrer auf der Karte gezeigt, wo wir gerne hin wollen, naemlich zu einem bestimmten Anlegepunkt der Faehre. Dazu haben wir ihm gesagt “to the river”. Er wollte uns dann erstmal zu einem Nightclub bringen (“Girls, girls!”), was wir dankend abgelehnt haben. Dann wollte er 100 Baht fuer die Fahrt, was realistischer gesehen viel zu viel ist. Wir haben ihn dann auf fuenfzig runtergehandelt, was er erstmal als 50 pro Person verstanden hat. Wir haben ihn nochmal drauf hingewiesen, dass wir 50 Baht insgesamt meinen, aber er ist einfach losgefahren. Gut, damit war die Preisverhandlung also wohl auf das Fahrtende vertagt… Dann ging’s in wilder Fahrt durch die Gassen Chinatowns – und zwar in die komplett falsche Richtung, naemlich weg vom Fluss… Ich hab dann nochmal beim Fahrer nachgehakt, ob er denn verstanden habe, wo wir hinwollen? Hatte er nicht. Nach kurzer Verhandlung und etwa 100 Mal “river”-Sagen schien er’s kapiert zu haben, drehte um und brauste neuerlich los. Knapp zehn Minuten spaeter waren wir da. Kurzer Blick in die Runde: Kein Fluss. Dafuer parkten wir direkt vor dem “Riverfront Shopping Center”. Alles klar… Gluecklicherweise hat dieses seinen Namen nicht ohne Grund, und so waren wir doch wenigstens naeher am Fluss als wir es bei Antritt der Fahrt gewesen waren. Dann haben wir dem tuk-tuk-Fahrer 50 Baht in die Hand gedrueckt, ihn daran “erinnert”, dass das der vereinbarte Preis war, und sind verschwunden. Leider fuhr dann keine Faehre mehr den Fluss entlang, die stellen um 19 Uhr den Betrieb ein. Nur die Faehren, mittels derer man zum anderen Ufer uebersetzen kann, fahren wohl laenger.
Naja, wir haben uns dann mit einer Thai-Massage ueber den Misserfolg hinweg getroestet. Auch an Massagen hatte ich mich bisher noch nicht so recht rangetraut, aber so im Team konnte uns ja prinzipiell nix passieren. Selbst wenn wir also in einen Porno-Schuppen geraten sollten, wuerden wir uns da zu zweit schon wieder rausboxen koennen. War aber dann gar nicht noetig, der Laden fuer den wir uns entschieden hatten war in der Hinsicht absolut sauber. Und die Massage war deluxe!
Andy musste dann am naechsten Tag nach Hua Hin, suedlich von Bangkok, weil er dort einen Auftrag hatte. Wir haben mal ausgemacht, dass wir versuchen werden, in Kontakt zu bleiben. Er hat mir auch angeboten, einen Kontakt zu einem Bekannten in Kambodscha zu vermitteln, der dort seit einigen Jahren lebt und auch Khmer kann – kann ja nicht schaden! Alles in allem ein sehr lustiger Abend.
Ach ja, eine erwaehnenswerte Geschichte ist uns unterwegs noch passiert: Ein junger Mann, wohl so Anfang 20, kam zu uns beiden, als wir so die Strasse entlangliefen, und sagte immer nur "100 Baht, 100 Baht". Wir haben uns gewundert, was er denn will, weil er nix dabei hatte, was er uns haette verkaufen koennen, haben aber immer schoen abgelehnt. Spaeter wurde uns dann ploetzlich beiden gleichzeitig klar, was er uns verkaufen wollte: Sich! Klar, er hat gesehen, dass da zwei westliche Maenner die Strasse runtergehen, und hat in uns einfach moegliche "Kundschaft" gesehen...
Annette
An meinem letzten Abend in Sangkhlaburi habe ich zum ersten Mal ueberhaupt einen westlichen Menschen dort gesehen und getroffen. Und wie's der Zufall so wollte kommt Annette auch aus Deutschland, praezise aus Ludwigshafen. Nachdem wir waehrend des Unwetters ein bisschen ins Gespraech gekommen waren, haben wir uns dann beim Abendessen und im weiteren Verlauf des Abends noch sehr nett unterhalten. Fuer Annette war's wohl das erste deutsche Gespraech seit Wochen. Und ich hab viele Tipps mitbekommen, zum Reisen allgemein und zu Kambodscha, wo sie mehrere Wochen lang unterwegs war, im Speziellen, und auch zu medizinischen Themen - klar, von einer Medizinerin... So habe ich beispielsweise gelernt, dass es antibiotisches Pulver gibt, mit dem man Wunden so wie die, die ich mir an just diesem Tag zugezigen hatte - so sind wir auch auf das Thema gekommen - behandeln koennte, wenn es in Deutschland zugelassen waere. Desweiteren hat mir Annette ihren Trick zum Thema Trinkwasser-Desinfektion verraten: Einfach pures Jod reinkippen! Ist zwar vermutlich auf Dauer nicht unbedingt das Beste (speziell fuer Schilddruesen-Patienten), funktioniert aber. Und den ekligen Geschmack und die seltsame Farbe beseitigen magischerweise ein paar Kruemel Vitamin C... Tja, das nenn' ich mal profundes Wissen fuer den Outdoor-Alltag! Chapeau! (Ich bleib trotzdem erstmal bei abgepacktem Wasser und meinen Micropur-Desinfektionstabletten - auch weil ich gar kein Jod bei mir hab!) Des Weiteren weiss ich jetzt auch, dass es ein schlechtes Zeichen ist, wenn ein Gecko nur fuenfmal "gecko" macht, wobei halbe und genuschelte nicht zaehlen - mit dem Ergebnis, dass ich jetzt bei jedem "gecko"-Ruf mehr oder weniger unterbewusst mitzaehle...
Julia, Valerie, Corinna, Ivonne und Andrea
Die Maedels hab ich an meinem ersten Abend in Ayutthaya kennengelernt, weil sie im gleichen Hotel wie ich gewohnt haben (Baan Lotus) und genau wie ich die Abend-Rundfahrt gebucht hatten. Julia und Valerie sind uebrigens Schwestern, genau wie Ivonne und Corinna. Sie kommen aus der Gegend um Frankfurt, haben sich aber inzwischen in verschiedene Richtungen verstreut. Andrea haben die vier bei der Ankunft in Bangkok zwei Tage zuvor kennengelernt und “mitgeschleift” – sie kommt auch aus einer etwas anderen Ecke Deutschlands, naemlich (unueberhoerbar) aus Ravensburg. So richtig viele G’schichten gibt’s von dieser Begegnung eigentlich nicht zu erzaehlen, aber wir hatten einen richtig lustigen und auch ganz schoen langen Abend, an dem auch noch zwei nette Schweizerinnen “teilgenommen” haben. Und gelernt hab ich auch einiges: Urlaub ist prinzipiell nicht dazu da, Spass zu machen, ich muesste eigentlich Thomas heissen, und als einziger Mann in einer Gruppe mit sieben Maedels hat man es nicht leicht…
Neben dem Austausch der eMail-Adressen zwecks Foto-Versand habe ich mich auch noch hinreissen lassen, ihnen eine Einladung nach Muenchen zur Wies’n auszusprechen – wie unbedacht!? Naja, koennte also unter Umstaenden durchaus zu einem Wiedersehen in Deutschland kommen. Mei, wenn’s dann wieder so lustig wird!!?! Die Maedels sind dann schon am naechsten Tag weitergereist nach Lopburi und von dort in Richtung Chiang Mai. Zum Abschluss ist dann noch eine Woche (soweit ich mich noch erinnern kann) Ko Samui geplant…
Mit den beiden Schweizerinnen (deren Namen ich peinlicherweise vergessen hab - die dunkelhaarige hiess glaub ich Tanja) hab ich am naechsten Morgen noch eine Bootsrundfahrt um die Insel Ayutthaya gemacht, die beiden sind dann aber im Laufe des Tages auch schon nach Bangkok abgereist, um von dort nach Phuket zu fliegen.

Der Schwede
Den Schweden habe ich in Lopburi kennengelernt, als ich mich neben eine Open Air-Aerobicstunde gesetzt habe, um ein wenig Zeit bis zum Abendessen totzuschlagen. So richtig kennengelernt hab ich ihn eigentlich gar nicht, aber dafuer bin ich auch ein Stueck weit dankbar…
Er kam da so den Weg entlang und fuehlte sich aus irgendeinem Grund genoetigt, mich anzusprechen – vielleicht weil ich der einzige farang (Auslaender) weit und breit war. Ihn hat auch offenbar gar nicht so recht interessiert, was ich hier mache, sondern hat mich nur kurz gefragt, ob ich als Tourist hier sei. Mein Bejahen und die zwangslaeufig folgende Gegenfrage “du auch?” waren dann der Startschuss fuer ihn, mir seine Lebensgeschichte zu erzaehlen – oder jedenfalls den aktuellen Ausschnitt. Er hat eine Thailaenderin als Freundin, die wurde jetzt vor einer Woche von Ayutthaya nach Lopburi versetzt, er ist einmal im Jahr fuer drei Monate in Thailand, er findet Thailand furchtbar, Lopuri oedet ihn an, die Thai-Kueche sei ekelhaft und furchtbar einfallslos: “Immer nur Reis, Reis, Reis. Und dann ist das immer so trocken! Hat denen denn noch niemand gesagt, dass man zum Reis eine Sosse braucht?” Naja, ich kann das jetzt hier nicht mehr alles so 1:1 aus dem Gedaechtnis wiedergeben, aber mit jedem Wort, das er aussprach, wurde er mir unsympathischer ob seiner Ignoranz und Einfaeltigkeit.
Den Vogel abgeschossen hat er aber dann, als er angefangen hat, mir seine Lieblingsorte in Thailand aufzuzaehlen, an denen er die Frauen am besten findet. Da ging mir dann nochmal kurz der Anfang unseres Gespraechs (ich hab ihn reden lassen…) durch den Kopf: Freundin in Thailand? OK, vor mir sass also der klassische Bilderbuch-Sextourist, der sich ein Heimchen in Thailand haelt, dem er vorgaukelt, dass sie seine Freundin sei. Er war mir ja vorher schon unsympathisch geworden, aber so langsam wuchs in mir das Beduerfnis, hier ganz ganz schnell wegzukommen…
Er war inzwischen vom “Wo gibt’s die besten Frauen?”-Teil zum “Wo gibt’s die besten Straende?”-Teil uebergegangen, und liess sich gar nicht mehr bremsen. Da dachte ich mir, das koennte evtl auch fuer mich nochmal interessant werden, und hab ihm wieder zugehoert. Da sich seine Tipps (und ich nehme an auch sein gesamter Strand-Horizont) aber auf Phuket, Pattaya und Hua Hin (das sind so die Ballermann-Orte in Thailand) beschraenken, waren die Hinweise nur bedingt von Nutzen – obwohl es in/auf Phuket noch ein paar schoene, ruhige Ecken geben soll… So hab ich dann bei der erstbesten Gelegenheit unser Zusammentreffen aufgeloest, und bin verschwunden. Er wollte dann eigentlich noch mit mir essen gehen, liess sich aber davon abschrecken, dass ich in ein Thai-Restaurant wollte, und ist stattdessen lieber wieder in seine Touri-Klitsche gegangen, in der er seit seiner Ankunft in Lopburi jeden Tag mittags und abends isst – weil es dort Spaghetti Bolognese gibt...
Yann, Brian, Yuusuke, Lauren und Jonny
Von der Truppe hab ich ja in meinem Sukhothai-Artikel erzaehlt, hier nur noch der Vollstaendigkeit halber zwei Bilder.


Brian ist mir ja schon am naechsten Tag nach Chiang Mai "hinterhergereist", drum hab ich mich dort auch mal einen Abend mit ihm alleine getroffen - an dem es insgesamt dreimal seine neue Leibspeise gab: Sticky Rice with Mango - so wie auch auf dem Bild unten. Ist aber auch saulecker das Zeug!!! Lauren, Yann und Jonny sind dann ein paar Tage spaeter nachgekommen, auch sie hab ich spaeter natuerlich an einem Abend alle wieder getroffen.

Young-Sik und Donghun
Diese beiden lustigen Koreaner hab ich mitten in der Nacht am Busterminal von Sukhothai kennengelernt, als ich auf meinen 2.30 Uhr-Bus nach Chiang Mai gewartet hab. Wie sich im Gespraech rausstellte, hatten die beiden das gleiche Ziel, allerdings mit dem 1.30 Uhr Bus. Nachdem um kurz nach zwei immernoch kein Bus gekommen war, hatten wir so langsam unsere Zweifel, ob denn da ueberhaupt noch einer kommen wuerde, oder ob der Ueberland-Busverkehr aufgrund des Unwetters eingestellt wurde, das gerade ueber die Region zog. Als dann um 2.15 Uhr endlich ein Bus kam, der sich als der 1.30 Uhr-Bus vorstellte, hab ich kurzerhand beschlossen, mein Glueck nicht ueber alle Massen zu strapazieren, und lieber auch mit diesem Bus zu fahren. Das andere waere zwar ein 1st class-Bus gewesen, aber da mir der 2nd class-Bus auch bequem genug aussah, war die Entscheidung schnell gefaellt. Zumal ich mich vorher mit Donghun auch schon ueber meogliche Hostels und Guesthouses in Chiang Mai unterhalten hatte. So sind wir also alle drei mitgefahren. Und ich hab tatsaechlich richtig gut geschlafen! Allerdings hatte ich wieder meinen Pulli dabei - ohne den waere es mir vermutlich wie Young-Sik gegangen: Der Arme war am naechsten Morgen komplett durchgefroren, weil die Klimaanlage (wie immer) Vollgas gegeben hat... Netterweise haben mir die beiden vor unserer Abfahrt noch einen echt koreanischen Faecher geschenkt ("You are so a nice human!"), den ich mit meinem ersten Paeckchen nach Hause schicken werde - hoffentlich kommt er da auch heil an. Schon schizophren: Obwohl ich in Suedostasien unterwegs bin, kommt ich mein erstes richtiges Souvenir aus Korea...
