Mae Klong
So schoen und spannend Bangkok ja ist, aber irgendwann muss man auch mal ueber den Tellerrand der Metropole schauen. Inspiriert durch einen Vorschlag aus dem Lonely Planet hab ich dann auch einen Tagesausflug gemacht, und zwar nach Mae Klong - auch bekannt als Samut Songkhram. Naja, bekannt... Was gibt's da zu sehen? Antwort: Eigentlich nix besonderes. Warum faehrt man dann da hin? Antwort: Der Weg ist das Ziel!! Es gibt naemlich eine ganz kleine Lokalbahn, die dort hin faehrt. Und da ich sowieso einiges an Strecke waehrend meines Aufenthalts hier per Bahn erledigen moechte, dahte ich mir, dass das ein ganz guter Einstieg sei.
Abenteuerlich ging's auch gleich los, weil der Bahnhof, beziehungsweise das Gleis, von dem der Zug startet, sich recht versteckt in einem Lebensmittelmarkt in Thonburi (also dem Teil "Bangkoks", der westlich des Flusses liegt und der eigentlich nicht mehr zur Stadt gehoert) befindet.
Dann geht's ganz gemaechlich schaukelnd mit knapp 20 km/h durch ein paar Wellblech-Siedlungen am Rande der Stadt - und ploetzlich ist man im Gruenen! Und zwar im Sehr-viel-Gruenen!! Wahnsinn, und ein echter Tapetenwechsel nach fuenf Tagen Bangkok. Nach einer guten Stunde Fahrt geht's erstmal nicht weiter. In Mahachai, das auch unter dem Namen Samut Sakhon gefuehrt wird, muss man dann von einem "Bahnhof" zu einem anderen gelangen. Dazu muss man sich seinen Weg zunaechst wieder durch einen Lebensmittelmarkt bahnen, anschliessend den Fischereihafen suchen, dort mit der Faehre ans andere Ufer des Flusses uebersetzen, dann durch ein Wohnviertel und einen buddhistischen Tempel spazieren, um schliesslich am Ziel anzukommen: Der Station Ban Laem.
Und von dort geht's dann mit dem Zug in bereits bekannter Manier und in wiederum recht gemuetlichem Tempo knapp eineinhalb Stunden weiter nach Mae Klong, dem Ziel der Reise. Und auch dort haelt der Bahnhof wieder eine echte Ueberraschung fuer den unbedarften Reisenden bereit: Diesmal muss man sich naemlich nicht nach dem Aussteigen seinen Weg durch einen Lebensmittelmarkt bahnen, nein diesmal uebernimmt diesen Job der Zug... Faszinierend mit welcher Praezision die Haendler ihre Waren drapiert haben, so dass sie eigentlich nur die Vorzelte ihrer Staende einklappen muessen, damit der Zug passieren kann!
3 Kommentare:
freut mich, dass es dir bis jetzt so gut geht:-) neidisch bin ich ja auch ein bischen, aber asien hat mich ja auch bald...
warum bin ich anonym? muss sonst irgendwelche kennworte eingeben, die ich nicht habe.
grüße, vroni
Hmm, kann sein, dass man dazu einen Blogger-/Google-Account braucht. Aber so lange du deinen Namen drunterschreibst, weiss ich ja, wer du bist! Obwohl, nach dem letzten Satz war's ja eigentlich eh klar... ;o)
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