Reiseplanung
Wo will ich überhaupt hin? Nach Südostasien, das ist klar, aber wohin konkret?
Ich habe ja in meiner Einleitung schon mal angeschnitten, dass ich mich auf eine nicht allzu große Menge unterschiedlicher Länder und Kulturen, kurz "Ziele" beschränken will, um nicht von nur Highlight zu Highlight hetzen zu müssen, sondern auch die Zeit zu haben, mich mal für längere Zeit an einem Ort niederzulassen wenn mir danach ist und wenn sich die Gelegenheit bietet. Drum beschränkt sich der Punkt "Reiseplanung" eigentlich auch mehr oder weniger auf das ungefähre Abstecken des Reisegebiets, vulgo "Länder". Und da habe ich mich eben für Festland-Südostasien entschieden, also Thailand, Kamobodscha, Vietnam, Laos und Myanmar.
Wie ich auch schon in der Einleitung angeschnitten habe, wäre es ein Traum von mir, anschließend an diese Reise noch einen längeren Sprachkurs in China dranzuhängen. Ob das wirklich klappt hängt nicht nur davon ab, ob ich nach mehreren Monaten Reise noch Lust darauf hab, sondern auch ganz profan davon, ob ich mir das dann noch leisten kann! Ich hab mich jetzt im Internet schon mal ein bisschen kundig gemacht, was es so ein Angebot an Sprachschulen gibt, aber das erzähle ich wohl besser in einem eigenen Artikel...
Nun musste ich aber spätestens im Reisebüro erste Entscheidungen treffen:
- Wann geht's los?
- Wo geht's erstmal hin?
- Wann und von wo will ich wieder zurück?
180307 2140 MUC EK0052 DXB 0630 190307
190307 0905 DXB EK0418 BKK 1805 190307
150907 0040 HKG EK0381 DXB 0440 150907
150907 0835 DXB EK4009 MUC 1300 150907
Dazu muss ich allerdings sagen, dass es sich bei dem Rückflugdatum erstmal nur um ein provisorisches handelt - mein Ticket ist nämlich ein ganzes Jahr lang gültig. Um hier also nochmal die Fakten zusammenzufassen:
- Linienflug mit Emirates nach Fernost
- Hinflug nach Bangkok
- Rückflug ab Hongkong
- Gabelflug
- 1-year open-return ticket
Bezüglich meiner Reise-"Route" hat sich damit auch schon ergeben, dass ich in Thailand starten werde und (aber das hatte ich ja eh vor) in China enden werde. Obwohl ich mich nicht darauf festnageln lassen will hab ich mir jetzt mal überlegt, dass ich Südostasien wohl im Gegenuhrzeigersinn aufrollen werde. Nach Thailand werde ich mich also voraussichtlich in Richtung Osten nach Kambodscha begeben, von dort Richtung Norden durch Vietnam fahren um dann über Laos weiter Richtung Westen Myanmar zu erreichen. Da ich Myanmar vermutlich eh nicht auf dem Landweg werde betreten können, ist es eigentlich egal, von wo in Laos ich dorthin aufreche. Gleiches gilt für den Rückweg, also die Weiterreise von Myanmar nach China. Aber so weit plane ich eh nicht! Genausowenig weiß ich demzufolge auch, wann ich wo sein werde, sehr zum Leidwesen all jener Freunde, die mich gerne mal irgendwo unterwegs besuchen würden - oder es zumindestens behaupten... ;o)
Aber irgendwie muss man sich doch auf so ein Projekt vorbereiten? Ich persönlich glaube, dass die wichtigste Vorbereitung (neben all den organisatorischen Sachen, über die ich in diversen anderen Artikeln schreibe) diejenige ist, die im Kopf passiert. Zu wissen, worauf man sich einlässt, sich im zu klaren sein, was einen erwartet oder erwarten könnte, mit allem zu rechnen, das sind wohl die absoluten Voraussetzungen. Dazu kommt aber natürlich auch die Beschäftigung mit den Ländern, den Völkern und Kulturen die man zu besuchen gedenkt. Und damit meine ich nicht, zu wissen, dass Angkor Wat die Top-Sehenswürdigkeit in Kambodscha ist, oder dass im buddhistisch geprägten Thailand in einigen südlichen Provinzen der Islam die vorherrschende Glaubensrichtung ist. Es reicht meines Erachtens nicht, nur zu wissen was wie ist, sondern es empfiehlt sich auch zu hinterfragen warum!? Das ist aber nunmal nichts, was man mal eben so schnell als "Urlaubsvorbereitung" erledigen kann, sondern setzt ein gewisses Interesse an der Thematik und auch eine längere Beschäftigung damit voraus.
Nichtsdestotrotz habe ich natürlich auch Reiseführer organisiert, um mich mit den Örtlichkeiten vertraut zu machen usw... Da es aber meines Erachtens keinen Sinn machen würde, jetzt Informationen über alle Länder zu sammeln, um sie dann wieder vergessen zu haben bis ich dort bin, habe ich mir erstmal nur Literatur zu Thailand und Kambodscha besorgt - aus der Bücherei. Interessant fand ich dabei die Bücher der "Reise KnowHow"-Serie, Polyglott, Stefan Loose und natürlich Lonely Planet. Den LP "Thailand" werde ich mir wohl noch hier in Deutschland zulegen, die weiteren Bücher werde ich aber erst vor Ort organisieren. Ich will ja schließlich nicht kiloweise Bücher mit mir rumschleppen, die dann auf blöd nach dem ersten Regen ohnehin unbenutzbar sind... Über meine Entscheidung für Lonely Planet (englisch!) und gegen andere Reiseführer darf gerne diskutiert werden - ich persönlich habe bisher fast nur gute Erfahrungen mit LP gemacht, sei es in Japan, USA oder Europa. Ich habe aber durchaus auch Kommentare gelesen, die den LP verwünschen und andere Bücher in den Himmel loben. Anregungen, Kritik und Tipps sind erwünscht!
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Reisevorbereitung und -planung, der meines Erachtens nicht nur einen gewissen Respekt gegenüber den Einheimischen zeigt, ist das Erlernen der Landessprache. Ich habe jetzt natürlich nicht vor, perfektes Thai zu lernen, aber wenigstens eine Grundverständigung, die über Englisch und Hände-und-Füße-Kommunikation hinaus geht sollte schon möglich sein. Und das ganz klar auch zu einem gewissen Grad aus Eigennutz: Jeder der schon einmal im Ausland in ländlicheren Gegenden den Menschen in der Landessprache begegnet ist - und sei es nur in der Begrüßung! - weiß, was ich damit meine. Auch das ist Teil meines Vorhabens, den Menschen dort näher zu kommen. Und so habe ich in den letzten Tagen angefangen, einen kleinen Selbstlern-Thai-Kurs zu machen. Bisher ohne große Erfolge... *d'oh*
Was natürlich auch noch zum Thema Reiseplanung gehört ist die Beschäftigung mit Einreisebestimmungen und Visumsregelungen:
- Wie gesagt, für Thailand brauche ich als deutscher Staatsbürger schon mal kein Visum, dort bekomme ich bei der Ankunft am Flughafen ein sogenanntes "visa upon arrival", mit dem ich 30 Tage lang im Land bleiben darf. Die Alternativen wären entweder ein 60-Tage Touristenvisum oder ein 90-Tage non-immigrant Visum, die ich hier in Deutschland beantragen müsste (beide jeweils um 30 Tage verlängerbar). Aber ich habe eigentlich nicht vor, so lange in Thailand zu bleiben. Da das "visa upon entry" innerhalb von 6 Monaten bis zu dreimal ausgestellt wird, hilft zur Not auch eine vorübergehende Ausreise in eines der Nachbarländer.
- Das Visum für Kambodscha ist bei der Einreise an den Grenzübergängen Poipet/Aranyaprathet, Hatlek/Cham Yeam und Koh Kong erhältlich und ist dann vier Wochen gültig, mit der Option auf eine Verlängerung um weitere vier Wochen. Der Preis ist vermutlich Verhandlungssache...
- Beim vietnamesischen Visum bin ich mir selber noch nicht ganz sicher. Es gibt ein vierwöchiges Touristenvisum, dass man laut der Homepage des Auswärtigen Amtes bei der vietnamesischen Botschaft in Bonn beantragen muss. Dieses ist dann zur einmaligen Einreise gültig, allerdings weiß ich nicht, wie lange es ab der Ausstellung gültig bleibt. Das Auswärtige Amt schreibt zwar, dass neben der Verlängerung auch eine Änderung der Gültigkeitsdauer des Visums vor Ort möglich sei, ich bin mir aber nicht sicher, was damit gemeint ist. Zudem habe ich an mehreren Stellen gelesen, dass Deutsche mit in Thailand ausgestellten Visa (Stichwort: Khao-san Road) nach Vietnam eingereist sind. "visa upon arrival" gibt es in Vietnam jedenfalls nicht. Ich werd mich am besten nochmal direkt bei der Botschaft informieren und das Ergebnis dann hier veröffentlichen.
- In Laos sieht das dann schon wieder ein bisschen anders aus: Hier gibt es "visa upon arrival" für 30 US$ an allen für Touristen geöffneten Grenzübergängen. Nett finde ich den Hinweis "Die Erteilung von Visa liegt im Ermessen der laotischen Behörden." (http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Laos/Einreisebestimmungen.html) Das gibt doch schonmal einen kleinen Vorgeschmack auf das, was mich bei dem Thema wohl erwartet... ;o) Das Visum ist dann 30 Tage gültig, kann aber wohl vor Ort verlängert werden. Bei unerlaubterem längeren Aufenthalt dohen hier neben den in den anderen Ländern obligatorischen Geldzahlungen auch Haftstrafen und die Abschiebung...
- Richtig interessant wird es dann bei der Einreise nach Myanmar. Derzeit aktueller Stand ist folgender, dass ein Visum (natürlich) obligatorisch ist, zu beantragen entweder bei der Botschaft in Berlin oder (und da bin ich mir diesmal absolut sicher) in Bangkok oder Hanoi, möglicherweise sogar in Vientiane. Ob überhaupt und wenn ja wie ich einreisen darf, entscheidet sich im Falle von Myanmar recht kurzfristig. Der aktuelle Stand ist der, dass die Einreise für Ausländer nur über einen der internationalen Flughäfen möglich ist - der Landweg ist zu.
- Im Falle Chinas habe ich mich in der Botschaft hier in München genauer informiert. Ein Visum brauche ich natürlich auf jeden Fall, allerdings verfällt dieses sechs Wochen nach Ausstellung. Das Problem lässt sich aber ganz einfach umgehen, indem ich mir das Visum erst mehr oder weniger just-in-time in Bangkok, Hanoi, Vientiane oder Hongkong besorge. Denn wie oben schon mal erwähnt: Die SAR Hongkong hat (genau wie die SAR Macau) keine Visumspflicht für Deutsche! Für mein Vorhaben eines Sprachkurses ist der Aussage des Botschaftsmitarbeiters ein Touristenvisum ausreichend. Sollte also alles kein Problem sein...
Neben dem Reisepass werde ich an wichtigen Unterlagen eigentlich nur noch meinen gelben Impfpass mit dabei haben. Ein Flugticket hab ich nicht - Zauberwort "eTicket". Inwieweit das bei den diversen Grenzübertritten zum Problem wird, wenn ein Rück- oder Weiterreise-Nachweis verlangt wird, wird sich zeigen. Neben Kopien der genannten Dokumente, die ich zusätzlich noch als Scans online und in Papierform daheim parat halten werde, dürfte es sinnvoll sein, eine nicht unbeträchtliche Menge an Passfotos mitzuführen. Alleine für die Einreise nach Laos sind bspw. zwei davon fällig. Sicher ist sicher...
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